In den Baumkronen der tropischen Wälder Mittelamerikas jagd einer der größten Greifvögel der Welt nach Faultieren, Affen, Nasenbären und Opossums, die er mit bis zu 7 cm langen Krallen greift. Eine Flügelspannweite von 2 Metern und der auffällige Federschopf geben der Harpyie ein unheimliches Aussehen. In der griechischen Mytologie waren Harpyien vogelartige Dämonen des Sturms, Kinder und Nahrung stehlende Ungeheuer mit dem Körper eines Adlers und dem Kopf einer Frau. Heute bedroht die Zerstörung ihrer Lebensräume durch Waldrodung und die Bejagung den Bestand dieser seltenen Vögel.
Große Gebiete Regenwald in Mittel- und Südamerika werden für den Anbau von Soja-Plantagen abgeholzt und verbrannt. Millionen Rinder, Schweine und Schafe in deutscher Massentierhaltung wollen gefüttert werden, doch sind unsere Anbauflächen für Futtermittel zu klein. Unser Fleischkonsum ist also mit die Hauptursache für diese fatale Entwicklung. Fleisch aus Biohaltung ist auf jeden Fall die bessere Wahl, denn hier wird kein Soja verfüttert. Und Tier und Mensch geht es besser.